Auf dem Pumptrack bewegst du dich ohne zu treten, nur durch Pumpen mit Armen und Beinen. Das macht süchtig, trainiert den ganzen Körper und verbessert deine Fahrtechnik auf jedem Trail. So lernst du es Schritt für Schritt.
Kategorie: Bikepark & Trail · Lesezeit: ca. 6 Min. · Level: Einsteiger
Pneumatic Bikes
Dies ist eine strukturierte Übersicht zu unserem Wissen, das wir mit dir teilen möchten zu: Pumptrack fahren. Wenn du Ergänzungen oder Fragen hast, melde dich gerne bei uns.
Du musst kein Profi sein. Aber du kannst einer werden.
1. Was ist ein Pumptrack?
Ein Rundkurs aus Wellen und Steilkurven, meist asphaltiert oder aus verdichteter Erde. Das Ziel: Tempo aufbauen, ohne zu treten. Du drückst das Rad im richtigen Moment in die Wellen und Kurven, wie ein Kind auf der Schaukel. Pumptracks gibt es inzwischen in vielen Gemeinden, oft frei zugänglich.
2. Welches Rad?
| Rad | Eignung |
|---|---|
| Dirtbike oder kleines Hardtail | Ideal: wendig, stabil, kurze Kettenstreben |
| Mountainbike | Gut, Sattel ganz nach unten |
| Fully | Geht, Fahrwerk straffer stellen oder blockieren |
| Kinderrad und Laufrad | Super für Kids, bei Anfängern langsam herantasten |
| Rennrad und Gravelbike | Nicht geeignet |
3. Die Grundposition
- Pedale waagerecht, Sattel ganz unten.
- Arme und Beine leicht gebeugt wie Federn.
- Gewicht zentral über dem Tretlager.
- Blick weit nach vorn auf die nächste Welle.
- Locker bleiben, nicht verkrampfen.
4. Das Pumpen Schritt für Schritt
- Erst rollen: Mit wenig Tempo über die Wellen rollen und das Auf und Ab spüren.
- Aufwärts entlasten: Fährst du die Welle hinauf, Arme und Beine einziehen. Das Rad darf zu dir kommen.
- Abwärts drücken: Auf der Rückseite der Welle das Rad aktiv nach unten drücken, Arme und Beine strecken. Genau hier entsteht das Tempo.
- Vorne, dann hinten: Der Druck wandert von den Händen zu den Füßen, erst das Vorderrad, dann das Hinterrad.
- Rhythmus finden: Hoch und runter im Takt der Wellen, ruhig weiteratmen.
- Steilkurven: Blick zum Ausgang, Bike in die Kurve drücken und am Ausgang wieder pumpen.
5. Typische Fehler
| Fehler | Lösung |
|---|---|
| Treten statt pumpen | Kurbeln waagerecht halten und das Tempo nur aus Armen und Beinen holen |
| Drücken auf der Vorderseite der Welle | Das bremst. Erst auf der Rückseite drücken |
| Zu steif, zu weit hinten | Gelenke locker, Gewicht zentral |
| Blick aufs Vorderrad | Immer zur nächsten Welle schauen |
| In den Wellen bremsen | Tempo vor dem Einstieg wählen und laufen lassen |
6. Etikette auf dem Pumptrack
- Fahrtrichtung beachten und nur einfahren, wenn frei ist.
- Nicht auf der Strecke stehen bleiben oder sitzen.
- Rücksicht auf Kinder und Anfänger.
- Helm tragen, auf vielen Anlagen ist er Pflicht.
- Bei Nässe nicht fahren: Asphalt wird rutschig, Erde geht kaputt.
7. Dein Übungsplan
| Schritt | Übung |
|---|---|
| 1 | Über die Wellen rollen, ohne zu pumpen |
| 2 | Gerade Wellenpassagen pumpen, Steilkurven noch mit Treten |
| 3 | Steilkurven sauber durchfahren und am Ausgang pumpen |
| 4 | Eine ganze Runde ohne einen einzigen Tritt |
| 5 | Fortgeschritten: zwei Wellen überspringen oder per Manual überrollen |
Pneumatic-Bikes-Tipp
Schon drei Runden am Pumptrack sind ein knackiges Intervall. Und weil auf dem Pumptrack jeder Griff sitzen muss: Prüf vorher Griffe, Pedale und den Druckpunkt deiner Bremsen. Wie, steht im „Pocket-Check: Bremsen-Sicherheit“.
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