Nabenschaltung & Riemen

Schalten im Stand an der Ampel, kaum Pflege und ein Antrieb, der jahrelang hält: Nabenschaltungen und Riemenantriebe sind besonders bei Alltags- und Pendlerrädern beliebt. Hier erfährst du, wie sie funktionieren, für wen sie sich lohnen und wie du sie pflegst.

Kategorie: Antrieb & Schaltung  ·  Lesezeit: ca. 6 Min.  ·  Level: Für alle

Pneumatic Bikes

Dies ist eine strukturierte Übersicht zu unserem Wissen, das wir mit dir teilen möchten zu: Nabenschaltung & Riemen. Wenn du Ergänzungen oder Fragen hast, melde dich gerne bei uns.

Du musst kein Profi sein. Aber du kannst einer werden.

1. So funktioniert eine Nabenschaltung

Bei der Nabenschaltung sitzt das komplette Getriebe gut geschützt im Inneren der Hinterradnabe. Außen gibt es nur ein einziges Ritzel. Die Kette läuft immer gerade und wird nicht hin und her bewegt.

2. Kettenschaltung oder Nabenschaltung?

Kettenschaltung Nabenschaltung
Wartung Regelmäßige Pflege und Einstellung Sehr wartungsarm, Getriebe geschützt
Schalten Nur während der Fahrt Auch im Stand, zum Beispiel an der Ampel
Gewicht Leichter Schwerer, vor allem am Hinterrad
Wirkungsgrad Sehr hoch Etwas geringer, je nach Gang
Bandbreite Sehr groß Je nach Modell gering bis sehr groß
Verschleiß Kette und Kassette verschleißen schneller Kette läuft gerade und hält länger
Reparatur Einfach selbst möglich Innenleben meist Sache der Fachwerkstatt
Ideal für Sport, Gelände, Berge Alltag, Pendeln, Stadt, Lastenrad

3. Die bekanntesten Systeme

System Typisch
3-, 5-, 7- und 8-Gang-Naben Klassiker an City- und Hollandrädern
11-Gang-Naben Sportlichere Trekking- und Urbanräder
14-Gang-Getriebenaben Weltreise- und Expeditionsräder, sehr große Bandbreite, extrem robust
Stufenlose Naben Kein fester Gang, sondern stufenlose Übersetzung per Drehgriff
Getriebe im Tretlager Getriebe sitzt am Rahmen statt in der Nabe, gute Gewichtsverteilung

4. Der Riemenantrieb

Statt einer Kette läuft ein Zahnriemen aus Kunststoff mit Carbon-Zugsträngen. Er braucht kein Öl, bleibt sauber und hält in der Regel ein Vielfaches einer Kette.

  • Voraussetzung: Nabenschaltung, Tretlagergetriebe oder Singlespeed. Mit Kettenschaltung funktioniert ein Riemen nicht.
  • Rahmen: Der Hinterbau muss sich öffnen lassen, damit der Riemen eingelegt werden kann.
  • Spannung: Die richtige Riemenspannung ist wichtig. Zu locker springt er über, zu straff belastet er die Lager.
  • Empfindlich bei Knicken: Einen Riemen nie knicken oder verdrehen, sonst können die Zugstränge brechen.
  • Sand und Dreck: Auf sehr sandigen Strecken verschleißen Riemen und Riemenscheiben schneller.

5. Pflege der Nabenschaltung

  1. Kette sauber halten und ölen, wie bei jeder Kette. Sie hält bei der Nabenschaltung deutlich länger.
  2. Kettenspannung prüfen: Die Kette sollte etwa 1 bis 2 cm Spiel haben. Bei Rädern ohne Kettenspanner wird das über die Achsposition eingestellt.
  3. Schaltzug einstellen: Viele Naben haben Markierungen am Schaltgehäuse, die in einem bestimmten Gang übereinanderstehen müssen. Die Anleitung des Herstellers hilft.
  4. Ölwechsel oder Wartung im Inneren: Je nach Modell nach festen Intervallen laut Hersteller. Das übernimmt meist die Fachwerkstatt.

Pro-Tipp

Ein Laufrad mit Nabenschaltung auszubauen ist etwas aufwendiger: Schaltzug aushängen, Drehmomentstütze lösen, dann erst die Achsmuttern. Fotografier vorher alles, dann klappt der Einbau sicher.

Pneumatic-Bikes-Tipp

Viele Räder mit Nabenschaltung sind Alltags- und E-Bikes, die bei jedem Wetter fahren. Die Bremsen leisten dort jeden Tag Schwerstarbeit. Prüf die Bremsbeläge regelmäßig. Für E-Bikes gibt es bei uns spezielle E-Bike-Bremsbeläge.

We. Live. Bikes. Every. Single. Day.

Fragen, Feedback oder Ergänzungen? Schreib uns: pneumaticbikes@gmail.com

Alle Angaben ohne Gewähr. Herstellerangaben zu Drehmomenten, Verschleißgrenzen und Wartung haben immer Vorrang. Im Zweifel hilft die Fachwerkstatt.

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